Psychrometrie-Lexikon

Grundlegende Begriffe rund um feuchte Luft und Psychrometrie für TGA-Planer.

Adiabatische (Verdunstungs-)Kühlung Kühlung der Luft durch Verdunsten von Wasser ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung. Die Enthalpie bleibt konstant, die Temperatur sinkt, der Wassergehalt steigt. Enthalpie feuchter Luft Der gesamte Wärmeinhalt von 1 kg trockener Luft samt mitgeführtem Wasserdampf, in kJ/kg. Die Enthalpiedifferenz über ein Bauteil ergibt dessen Leistung. Feuchtkugeltemperatur Die Gleichgewichtstemperatur einer wasserbenetzten Oberfläche, von der Wasser in die Umgebungsluft verdunstet. Praktische Grenze der adiabaten Kühlung und Messwert des Psychrometers. Psychrometrie Die Thermodynamik feuchter Luft, also Berechnung und Darstellung des Zustands eines Gemischs aus trockener Luft und Wasserdampf. Grundlage jeder RLT-Planung. Relative Luftfeuchtigkeit Das Verhältnis des tatsächlichen Dampfdrucks zum Sättigungsdampfdruck bei gleicher Temperatur. Sie ändert sich mit der Temperatur, auch wenn der Wassergehalt gleich bleibt. Sättigungslinie Die Grenze des Diagramms bei 100 % relativer Feuchte, an der die Luft bei dieser Temperatur die maximale Feuchte trägt. Kein Luftzustand liegt jenseits davon. Sorptionstrocknung Entfeuchtung mit einem hygroskopischen Sorbens, das Wasserdampf ohne Kondensation bindet. Die Lösung dort, wo Kühlung unter den Taupunkt zu kalt oder zu teuer wäre. Taupunkt Die Temperatur, auf die Luft bei konstantem Wassergehalt abgekühlt werden muss, bis sie sättigt. Sie entscheidet über Kondensat an Fenstern, Kanälen und Übertragern. Wärmerückgewinnung (WRG) Ein Übertrager, der Energie und gegebenenfalls Feuchte von der Abluft auf die Zuluft überträgt. Der wichtigste Hebel gegen den Heizwärmebedarf der Lüftung. Wassergehalt (Feuchtegrad) Die Masse Wasserdampf je Kilogramm trockener Luft, in g/kg. Die waagerechte Achse des Mollier-Diagramms und Basis jeder Feuchtebilanz.

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